Ihr Google Unternehmensprofil arbeitet nicht für Sie
Denise Ni, SEO Managerin bei Care Rockets
Als SEO-Managerin schaue ich mir regelmäßig an, wie Pflegeeinrichtungen online aufgestellt sind. Dabei fällt mir immer wieder dasselbe auf: Das Google Unternehmensprofil wird kaum genutzt, obwohl es kostenlos ist und genau dort erscheint, wo Pflegekräfte suchen.
Viele Profile sind halbfertig. Fotos fehlen, Öffnungszeiten sind veraltet, und grundlegende Informationen zur Einrichtung fehlen ganz.
Dabei googeln Pflegekräfte ihren potenziellen Arbeitgeber, bevor sie sich bewerben. Was sie dort sehen, prägt ihren ersten Eindruck – noch bevor sie Ihre Website besuchen. Das gilt auch für Rezensionen: Wer auf negative Bewertungen gar nicht reagiert, signalisiert potenziellen Bewerber:innen, dass Feedback hier nicht willkommen ist. Eine professionelle, freundliche Antwort (auch auf Kritik) zeigt mehr über eine Einrichtung als jede Stellenanzeige.
Mein Tipp: Prüfen Sie, ob Ihr Profil beansprucht ist, tragen Sie alle Basisdaten vollständig ein, laden Sie Fotos hoch und antworten Sie auf alle Bewertungen. Dasselbe gilt übrigens für Ihr Unternehmensprofil auf Care Rockets.
Mehr zum Google Profil in unserem ausführlichen Artikel: Google Unternehmensprofil für Pflegedienste: 9 Tipps für mehr Bewerbungen. Noch mehr SEO-Tipps gibt es hier: SEO-Tipps für die Pflegebranch
Ihr Social-Media-Auftritt gibt kein stimmiges Bild
Fridtjof Meyer-Glauner, Senior Social Media Manager bei Care Rockets
Pflegekräfte recherchieren den Arbeitgeber aktiv und was sie auf Social Media sehen (also was Sie zeigen), entscheidet oft mit. Authentizität ist dabei das A und O, denn spätestens bei Arbeitsantritt merken Arbeitnehmer:innen, ob Ihr Social Media Profil und die Realität zusammenpassen. Man braucht dabei keine große Reichweite, aber einen echten Eindruck.
Ein typischer Fehler: Man postet ausschließlich besondere Momente wie den Betriebsausflug, die Weihnachtsfeier, etc. Womit man besser punkten kann: Läuft der berufliche Alltag rund, ist das tägliche Miteinander angenehm? Gibt es Fortbildungsmöglichkeiten? Wer über den Berufsalltag glaubhaft vermitteln kann, dass ein Unternehmen gute Arbeitsbedingungen bietet, ist interessanter für Arbeitnehmer:innen als ein Unternehmen, dass schlechte Arbeitsbedingungen durch Events kompensiert.
Ein weiterer Tipp: Fokussieren Sie sich bei den Posts auf wenige Mitarbeiter:innen, die als Gesicht Ihres Unternehmens funktionieren und in den Posts immer wieder auftauchen. Dadurch schaffen Sie Identifikationspotential und die Motivation, ihrem Social Media Auftritt zu folgen. Wer in jedem Post einen anderen Kollegen präsentiert, bildet zwar insgesamt das ganze Team ab, schafft aber nicht die Möglichkeit, dass man eine Bindung aufbauen kann.
Hier gibt es noch mehr Tipps zu Social Media:
Der Recruitingprozess schreckt ab
Nora Stiefken, Customer Success Managerin bei Care Rockets
Ein langes Formular, mehrere Schritte, am Ende noch eine Anmeldeseite – Pflegekräfte brechen einen Recruitingprozess nicht ab weil sie kein Interesse haben, sondern weil der Prozess zu viel verlangt.
Mein Tipp: Räumen Sie alle Hürden aus dem Weg, die nicht unbedingt sein müssen. Schauen Sie sich Ihren Prozess einmal mit den Augen einer Pflegekraft an Wie viele Schritte braucht es wirklich, bis jemand bei Ihnen ist? Alles was zögern lässt, gehört gestrichen.
Der erste Schritt muss so einfach wie möglich sein. Unterlagen wie Zeugnisse oder Lebenslauf können Sie später noch anfordern. Was zählt, ist dass die Person nicht verloren geht. Bei Care Rockets funktioniert das mit einer 1-Klick-Bewerbung: Pflegekräfte melden ihr Interesse an, und Sie melden sich zurück. Kein aufwendiges Formular, kein Anschreiben, kein Abbruch.
Zu langsam reagieren kostet Sie Kandidat:innen
Silvan, Pflegekraft und Geschäftsführer bei Care Rockets
Ich habe 16 Jahre in der Pflege gearbeitet und kenne den Bewerbungsmarkt aus erster Hand: Als Pflegekraft kann man sich seinen Arbeitgeber heute aussuchen. Bei mir selbst kam einmal die Rückmeldung auf eine Bewerbung erst nach drei Monaten - da hatte ich längst einen anderen Job gefunden. Genau das passiert tagtäglich, und die meisten Arbeitgeber merken es nicht einmal.
Recruiting in der Pflege ist zeitkritisch. Wer Interesse zeigt, läuft fast immer gegen mehrere andere Arbeitgeber an. Wer zuerst zurückruft, hat die Nase vorn.
Das bestätigen auch unsere eigenen Daten: Arbeitgeber, die schnell auf das Interesse einer Pflegekraft reagieren, sind auf Care Rockets deutlich erfolgreicher als solche, die sich Zeit lassen. Nach 24 bis 48 Stunden ohne Rückmeldung sinkt die Chance, jemanden zu gewinnen, drastisch. Nicht weil die Person das Interesse verloren hat, sondern weil ein anderer Arbeitgeber schneller war.
Mein Tipp: Legen Sie intern fest, wer Kontaktanfragen wann bearbeitet. Und halten Sie die Pflegekraft während des gesamten Prozesses auf dem Laufenden. Kurze Rückmeldungen zu den nächsten Schritten kosten wenig und signalisieren Wertschätzung. Eine Pflegekraft, die weiß, was als Nächstes passiert, springt nicht ab.
Recruiting ist Beziehungsarbeit
Nora Stiefken, Customer Success Managerin bei Care Rockets
Pflegekräfte merken sofort, ob jemand wirklich Interesse an ihnen hat oder ob sie nur eine weitere Bewerbung im Stapel sind.
Ich sage es mal direkt: Setzt niemanden ans Telefon, der keine Lust hat. Wer mit schlechter Laune in ein Gespräch geht und sich eigentlich nicht damit auseinandersetzen will, tut der Einrichtung keinen Gefallen und der Pflegekraft erst recht nicht.
Was einen Unterschied macht: Biss. Echtes Interesse. Zeigen, dass man die Person wirklich haben will. Sich Zeit nehmen und fragen, was es braucht, damit jemand hier anfängt.
Konkret heißt das: Behandeln Sie jede Plegekraft als Individuum, nicht als Kandidat:in xy. Fragen Sie, was sie glücklich macht. Was ihr bei einem Arbeitgeber wichtig ist. Was ein No-Go wäre. Wer so ein Gespräch führt, hinterlässt einen Eindruck, egal ob es am Ende klappt oder nicht.
Recruiting passiert nebenbei und das merkt man
Michael Ortmann, Head of Sales bei Care Rockets
In vielen Einrichtungen, mit denen ich spreche, läuft Recruiting so: Die Pflegedienstleitung ist ohnehin schon voll ausgelastet und kümmert sich zwischendurch auch noch um Bewerbungen. Zwischen zwei Dienstplänen, nach dem nächsten Meeting, wenn gerade Zeit ist.
Das Problem: Wenn gerade Zeit ist, ist meistens keine Zeit.
Recruiting ist keine Aufgabe, die man nebenbei erledigt. Wer sich nur meldet, wenn der Druck groß genug ist, verliert Kandidat:innen an Einrichtungen, die schneller und strukturierter vorgehen.
Mein Tipp: Reservieren Sie feste Zeit im Kalender, egal ob das eine Vollzeitstelle ist, eine Teilzeitkraft oder zwei feste Stunden pro Woche. Entscheidend ist nicht der Umfang, sondern die Konsequenz. Recruiting braucht Verlässlichkeit, keine Lückenbüßer-Lösungen.
Warten reicht nicht mehr
Michael Ortmann, Head of Sales bei Care Rockets
Ich bin seit Tag 1 bei Care Rockets dabei und spreche täglich mit Pflegeeinrichtungen in ganz Deutschland. Was mich dabei immer wieder beschäftigt: Viele Einrichtungen setzen noch immer auf dasselbe Prinzip: Stellenanzeige schalten, Geld ausgeben, hoffen dass sich jemand meldet. Wir nennen das intern „Pay and Pray".
Wenn ich dann frage, ob das gut funktioniert, kommt meistens: „Es wird jedes Jahr schlechter." Und trotzdem hält man daran fest.
Der Markt hat sich grundlegend verändert. Pflegekräfte haben heute die Wahl. Sie entscheiden sich für Arbeitgeber, die aktiv auf sie zugehen und ein überzeugendes Bild von sich vermitteln. Wer nur wartet, verliert.
Mein Tipp: Drehen Sie den Prozess um. Statt auf Bewerbungen zu warten, sprechen Sie Pflegekräfte direkt an – mit einem konkreten Angebot, das zu ihnen passt. Genau das ist der Ansatz hinter Care Rockets: Pflegekräfte in Ihrer Region finden und direkt ansprechen.
Mehr von Michael: 6 Jahre Care Rockets – Michael Ortmann über erfolgreiches Recruiting in der Pflege
Fazit: Gezielte Änderungen, große Wirkung
Recruiting in der Pflege ist kein Geheimnis, aber es braucht Aufmerksamkeit, Konsequenz und den Willen, Dinge anders zu machen als bisher.
Was unser Team täglich erlebt: Die Einrichtungen, die erfolgreich Pflegekräfte gewinnen, machen nicht alles perfekt. Aber sie machen die richtigen Dinge bewusst. Sie pflegen ihr Profil, sie reagieren schnell, sie führen Gespräche mit echtem Interesse und sie warten nicht darauf, dass sich jemand bei ihnen meldet.
Genau das ist der Ansatz hinter Care Rockets. Auf unserer Plattform finden Sie Pflegekräfte in Ihrer Region und sprechen sie direkt an – mit einem konkreten Angebot, das zu ihnen passt. Nicht umgekehrt.
Erstellen Sie jetzt Ihr kostenloses Unternehmensprofil und werden Sie aktiv.
