Werbung für die ambulante Pflege

Insbesondere bei der Personalgewinnung ist Werbung für ambulante Pflegedienste essenziell. Erfahren Sie in diesem Ratgeber, welche auch mit wenig Budget und Know-how umsetzbar sind.

 

 

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Inhalte dieses Ratgebers

🔵 Warum Werbung für die ambulante Pflege wichtig ist.

🔵 Die Wahl der richtigen Positionierung und Kommunikationsstrategie.

🔵 Die unterschiedlichen Zielgruppen von Werbung

🔵 Online und Offline-Werbestrategien für die ambulante Pflege

 

Die Zukunft der Pflege liegt in der Häuslichkeit. Heimplätze werden immer teurer und viele Menschen wünschen sich auch im Alter, in ihrer gewohnten Umgebung verbleiben zu können. Das zeigt sich auch in der Entwicklung der Branche der ambulanten Pflege. 

 

Die ambulante Pflege gehört zu den am stärksten wachsenden Märkten in Deutschland. Die Zahl der ambulanten Pflegedienste ist binnen 20 Jahren nahezu um 50 % gewachsen. Gab es Ende 2001 noch rund 10.600 ambulante Pflegedienste, lag die Zahl 2021 bei 15.400 – Tendenz steigend (destatis).

 

Als Betreiber ambulanter Pflegedienste stellt Sie dies vor verschiedenste Herausforderungen: von der Kundengewinnung über Ihr Pflegekonzept bis hin zur Personalgewinnung und wirtschaftlich effizienter Tourenplanung. Besonders in Großstädten ist es dabei wichtig, sich von seiner Konkurrenz abzuheben. 

 

Die gute Nachricht: Viele Werbemaßnahmen für ambulanten Pflegedienste sind auch mit wenig Budget und Know-how umsetzbar. Wir zeigen Ihnen die sieben effizientesten Maßnahmen.

 

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Warum ist Werbung für ambulante Pflegedienste wichtig?

Werbung spielt eine entscheidende Rolle in der ambulanten Pflege, und das aus mehreren Gründen.

Bekanntheit aufbauen

Solange Ihre potenziellen Klient:innen nicht gepflegt werden müssen, besteht ein geringes Interesse am Thema Pflege. Die meisten Angehörigen und Klienten beschäftigen sich erst mit Pflege, wenn es akut wird und schnell gehen muss. In diesem Moment im „Relevant Set“ zu sein, d. h. zur Auswahl der bekannten Pflegedienste zu gehören, und dann auch gut auffindbar zu sein ist entscheidend. Bis dahin heißt es sichtbar sein und Vertrauen aufbauen.

Employer Branding

Die Zahl Pflegebedürftiger steigt rasant. Für die allermeisten ambulanten Pflegedienste ist die Kundengewinnung daher weniger ein Problem. Vielmehr stehen Sie vor der Herausforderung, in einem herausfordernden Arbeitsmarkt Pflegepersonal zu finden. 

 

Arbeitgeber in der Pflege, die mit Marketingmaßnahmen Ihre Bekanntheit erhöhen und Ihr Image stärken, tragen so zum Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke (der sogenannten Employer Brand) bei. Langfristig können Sie so mit kürzeren Recruitingzeiten und -kosten sowie mit einer geringeren Fluktuation rechnen.

Anpassung an neue politische Rahmenbedingungen

Politische Rahmenbedingungen wandeln sich. Daher ist es wichtig, ebenfalls mit der Zeit zu gehen. Größere wirtschaftliche Herausforderungen z. B. durch das Tariftreuegesetz aus dem letzten Jahr machen es erforderlich, sich – auch über seine Werbe- bzw. Marketingstrategie – Gedanken zu machen, um am Markt Bestand haben zu können.

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Ziele der Werbung in der ambulanten Pflege: ein Zusammenspiel von Klienten- und Mitarbeitergewinnung

Wer erfolgreich werben möchte, muss seine Zielgruppe genau kennen. Denn nur, wenn die Ansprache auf deren Bedürfnisse eingeht, kann Werbung gelingen. Im Falle ambulanter Pflegedienste sind es gleich mehrere Gruppen, die mit Werbemaßnahmen erreicht werden wollen.

Klienten und Angehörige

Eine wichtige Zielgruppe sind die Klient:innen selbst. Wichtig sind aber auch deren Angehörige. Denn ab einem bestimmten Alter oder wenn es akut ist, informieren sich Patienten in der Regel nicht selbst. Während Klient:innen sich ab einem gewissen Alter noch gut über Offline-Maßnahmen wie Flyer oder Anzeigen im Gemeindebrief erreichen lassen, ist für die Ansprache von Angehörigen eine Online-Präsenz unerlässlich.

 

Für beide Marketingkanäle gilt: kommunizieren Sie transparent und verständlich. Klienten und Angehörige sind durch die – gerade im Online-Bereich – all umfassend verfügbaren Informationen aufgeklärter geworden und wollen eine fundierte Entscheidung treffen. Hier punkten Sie mit klarer und verständlicher Kommunikation.

Pflegekräfte bzw. Pflegepersonal

Potenzielle Mitarbeiter:innen sind in der Regel die wichtigste Zielgruppe Ihrer Marketingmaßnahmen. Das Problem: Nur wenige Pflegekräfte sind aktiv auf Jobsuche. Bei den Pflegefachkräften liegt die Arbeitslosenquote bei gerade einmal 0,8 % (Quelle: Statistik Arbeitsagentur).

Die allermeisten Pflegekräfte sind zwar im Job und suchen nicht aktiv, stehen einem Wechsel aber häufig offen gegenüber. Über Stellenanzeigen in der Tageszeitung oder auf Online-Stellenbörsen erreichen Sie solche Kandidat:innen zwar nicht. Wohl aber über den Aufbau einer Online-Präsenz und dem Aufbau eines guten Images in Ihrer Region.

 

Team in Kasack

Multiplikatoren

Neben Klienten, deren Angehörigen und zukünftigen Mitarbeiter:innen, sollten Sie auch die sogenannten Multiplikatoren nicht vergessen. Hierunter versteht man insbesondere Ärzte, Sozialdienste, Tagespflegeeinrichtungen oder Apotheken, welche Empfehlungen für einen Pflegedienst aussprechen oder Patient:innen direkt weitervermitteln. Bei dieser Zielgruppe gilt es im Dialog zu bleiben, Informationen bereitzustellen und das Netzwerk zu pflegen.

Fazit

Die Vielzahl der Zielgruppen, die jeder ambulante Pflegedienst zu berücksichtigen hat, macht die Werbestrategie auf den ersten Blick schwierig und umfangreich. Hier können wir Sie beruhigen. Zum einen beeinflussen sich die Zielgruppen gegenseitig. Zum anderen sprechen Sie mit vielen Werbemaßnahmen gleichzeitig mehrere Ihrer Zielgruppen.

 

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Kommunikationsstrategie und Positionierung festlegen

Noch bevor es zu den einzelnen Werbemaßnahmen geht, gilt es, die grundlegenden Ausrichtung und Positionierung Ihres Pflegedienstes festzulegen.

Auf Nachhaltigkeit in der Pflege setzen

Das Thema Nachhaltigkeit kommt immer mehr in der breiten Öffentlichkeit an – und das ist auch gut so. Zunehmend achten Klienten und Mitarbeiter:innen darauf, wie ein Arbeitgeber dahingehend aufgestellt ist.

 

Das Gesundheitswesen ist für etwa 5 % der deutschen Treibhausgas-Emissionen sowie 5 % des Ressourcenkonsums verantwortlich (Quelle: Bundesgesundheitsministerium), ein beachtliches Einsparpotenzial. Ressourcenschonende Maßnahmen gibt es so einige, wovon einige bereits mit kleinem Aufwand umsetzbar sind und gleichzeitig Kosten sparen.

 

Hier einige Beispiele:

  • Nutzen Sie digitale Lösungen statt ausgedruckter Protokolle, Planungen etc.
  • Setzen Sie bei der Routenplanung vermehrt auf E-Scooter, Fahrräder oder investieren Sie in eine Elektro-Flotte. (Zusätzlicher Vorteil von Ersterem: Sie sprechen auch Kandidat:innen ohne Führerschein an)
  • Nutzen Sie Ökostromanbieter oder nachhaltige Banken.
  • Kaufen Sie für Ihre Mitarbeiter:innen nachhaltige Pflegekleidung mit Öko-Label.
  • Verwenden Sie ökologische Putz- und Waschmittel.
  • Drucken Sie Werbemittel auf nachhaltigem Papier.

Doch Achtung: Wenn Sie über Ihre guten Taten sprechen, sollten Sie es auch wirklich ernst meinen (Stichwort: Greenwashing). Bleiben Sie dran, berichten Sie authentisch vom Erreichten und nehmen Sie Kritik und Vorschläge an. 

Beispiel: Ein ambulanter Pflegedienst, der sich eine nachhaltige Pflege auf die Fahne geschrieben hat, ist der ambulante Pflegedienst Kranz.

Auf Digitalisierung in der Pflege setzen

Elektronische Datenerfassung, vernetzte Tourenplanung, mobile Kartenlesegeräte oder virtuelle Konferenzen – digitale Lösungen, haben mehrere Vorteile. So bedeutet weniger Dokumentationsaufwand mehr Zeit für Patient:innen. Zugleich wird die Pflege durch das digitale Informationsmanagement sicherer. 

 

Mit Digitalisierungsmaßnahmen punkten Sie nicht nur bei Pflegekräften, sondern auch bei Angehörigen, die Sie – etwa über eine App – auf dem Laufenden halten können.

Tipp: Informieren Sie sich über Fördermöglichkeiten. Gefördert wird nämlich nicht nur die digitale Ausstattung, sondern auch damit verbundene Schulungen.

 

Ein weiteres Thema, welches sich lohnt, im Blick zu behalten, ist die Telepflege. Gemeint ist das Erbringen von pflegerischen Leistungen aus der Distanz. Denkbar sind virtuelle Beratungsgespräche, fachlicher Austausch, die Anleitung von Hilfskräften oder sogar Betreuungsleistungen wie Gespräche.

Gerade in ländlichen Regionen können solch innovative Ansätze dazu beitragen, Pflegekräften oder Angehörigen Sicherheit zu geben bzw. Patient:innen mehr Kontakt zur Außenwelt zu ermöglichen.

Pflegeberatung und begleitenden Angebote

Wenn ein Mensch pflegebedürftig wird, haben Betroffene und pflegende Angehörige viele offene Fragen. In einem kostenlosen Pflegeberatungsgespräch nach Paragraf 7a (SGB XI) können Sie sich über die Möglichkeiten informieren, die Ihnen im Pflegefall zur Verfügung stehen. Die Kosten hierfür übernehmen die Pflegekassen. In diesen Gesprächen können Sie frühzeitig Kontakt zu Klient:innen knüpfen und eine Vertrauensbasis aufbauen. Ähnlich ist dies bei hauswirtschaftlichen Leistungen und häuslicher Betreuung. 

Tourenplanung effizient gestalten

Eine effiziente Tourenplanung spielt für den Erfolg eines Pflegedienstes eine entscheidende Rolle. Sie ist nicht nur wirtschaftlich, sondern führt auch dazu, dass sich Mitarbeitende weniger gestresst fühlen und insgesamt zufriedener im Job sind. 

 

Während in der Stadt die Wege in der Regel kürzer sind, ist es für Pflegedienste im ländlichen Raum sinnvoll, sich untereinander zu vernetzen und Klient:innen effizient zu verteilen. So ermöglicht es zum Beispiel die Modell-Initiative PIO in Niedersachsen ambulanten Pflegediensten, nur solche Anfragen zu erhalten, die zu ihrem Angebot, ihren Einsatzgebieten und ihren Einsatzzeiten passen.

Online- und Offline Werbemaßnahmen

Im Folgenden stellen wir Ihnen einige traditionelle und Online-Werbemaßnahmen sowie Vor- und Nachteile für Ihr Marketing vor.

Digitale Werbestrategien

Während Klient:innen und oft auch noch deren Angehörigen gut über herkömmliche Offline-Werbemaßnahmen zu erreichen sind, sind gerade junge Pflegekräfte fast ausschließlich online zu erreichen.

Google Unternehmensprofil

Mit Sicherheit haben Sie selbst schon einmal nach einer Pizzeria oder einem Arzt in der Nähe gesucht und als Ergebnis eine Karte mit Unternehmen im Umkreis angezeigt bekommen. Dieser Dienst von Google ist ähnlich einem Onlinetelefonbuch.

 

Aber mehr noch: Hier finden Internetnutzer Informationen zu Öffnungszeiten, Kontaktdaten, Fotos sowie Rezensionen. Diese Daten ermittelt Google anhand von öffentlicher einsehbarer Daten (z. B. Ihrer Webseite oder Ihren Social Media Profilen).

 

Sie können aber auch – und das empfehlen wir Ihnen ausdrücklich – Ihren Eintrag kostenlos selbst verwalten. Denn so können Sie selbst Fotos hochladen, auf Rezensionen antworten, Neuigkeiten teilen und auf Ihre Website verlinken.

 

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Beispiel: Google Unternehmensprofil von Care Rockets

Soziale Medien

Soziale Medien wie Instagram und TikTok sind allgegenwärtig. Durchschnittlich rund 1,5 Stunden am Tag sind wir Deutschen auf Social Media unterwegs. Bei der Generation Z (den nach 1995 geboren) ist diese Zahl noch einmal deutlich höher und ersetzt zunehmend die Suche über klassische Suchmaschinen wie Google. 

 

Wir empfehlen Ihnen – auch wenn Sie nicht regelmäßig posten – auf Facebook, Instagram und Co. zumindest mit einem informativen Profil präsent zu sein. Hierfür verlangen die Social-Media-Kanäle keine Gebühr.

 

Mehr zum Social-Media-Marketing erfahren Sie in unseren Beiträgen:

Eigene Webseite

Eine eigene Webseite ist Ihr Aushängeschild im Internet. Ein Unternehmen ohne eigene Webseite wirkt wie ein Verkäufer ohne Visitenkarte. Ein Blick auf die Webseite gehört bei der Suche nach einem Pflegedienst bzw. einem Arbeitgeber einfach dazu. Anders als auf Social-Media-Plattformen liegt die Gestaltung Ihrer Webseite komplett in Ihrer Hand. Hier haben Sie Platz für umfassende Informationen.

 

Umso wichtiger ist es, einen professionellen und vertrauensvollen Eindruck zu erwecken. Wir empfehlen Ihnen, Ihrer Webseite daher auch einen persönlichen Charakter zu geben.

 

Eine eigene Webseite ist heutzutage auch ohne Vorkenntnisse mit Homepage-Baukästen wie Wordpress, Wix, Jimdo, Ionos oder GoDaddy. Einen weiteren Tipp, den wir Ihnen mitgeben möchten, ist, sich mit den Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung (SEO = Maßnahmen zur Verbesserung Ihrer Platzierung in den Ergebnissen von Suchmaschinen) auseinanderzusetzen. Bereits kleine Änderungen können zu einem deutlichen Anstieg an Webseitenbesuchern führen.

Tipp: Wenn Sie bisher keine eigene Website für Ihren Pflegedienst haben, empfehlen wir Ihnen umso mehr, sich zumindest ein kostenloses Unternehmensprofil auf Care Rockets anzulegen. Damit können Sie Ihren Pflegedienst auch online sichtbar machen, sich als Arbeitgeber vorstellen und kostenlose Stellenanzeigen veröffentlichen. Außerdem ist das Unternehmensprofil automatisch SEO-optimiert, wodurch das Googeln des Namens Ihres Pflegedienstes in der Google Suche auftaucht. Ihr kostenloses Unternehmensprofil können Sie hier erstellen

Google for Jobs

Bei Google for Jobs handelt es sich nicht um eine Stellenbörse, sondern um eine Darstellung von Stellenanzeigen aus verschiedene Quellen. Sie können folglich keine Stellenanzeigen direkt auf Google schalten. Vielmehr schickt Google sogenannte Crawler über bekannte Stellenportale oder Webseiten. Diese durchforsten das Internet, extrahieren die relevanten Informationen und geben sie anschließend direkt bei den Suchergebnissen in einer Box wieder.

 

Der Vorteil für Sie: Google for Jobs ist komplett kostenlos. Pflegekräfte, die über Google nach Jobs suchen (z. B. „Jobs Pflegefachkraft“), werden an prominenter Stelle auf Ihre Vakanzen aufmerksam. Daher ist wichtig, dass die Informationen in Ihrer Stellenanzeige vollständig sind. Geben Sie unbedingt einen konkreten Stellentitel, einen Standort sowie ein Veröffentlichungsdatum an.

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Beispielhafte Anzeige von Google for Jobs bei der Suchanfrage „Pflegefachkraft Job Köln“

Tipp: Wie Sie erfolgreich Stellenanzeigen schreiben, erfahren Sie in unserem kostenlosen E-Book Die perfekte Stellenanzeige in der Pflege.

Damit die Stellenanzeigen optimal von Google gefunden und dargestellt werden können, ist es ratsam, mit sogenannten strukturierten Daten zu arbeiten, welche Sie im HTML-Code hinterlegen.

→ Noch ein Tipp: Falls strukturierte Daten für Sie, wie böhmische Dörfer klingt, können Sie mit einem kostenlosen Unternehmensprofil Ihre Stellenanzeigen auch kostenfrei auf Care Rockets veröffentlichen. Die Stellenanzeigen auf unserer Plattform sind für Google for Jobs optimiert, sodass Sie mit den Stellenanzeigen auf Care Rockets auch über Google gefunden werden.

 

Arbeitgeberbewertungen

Im Internetzeitalter ist es einfach wie nie, sich Erfahrungswerte von anderen einzuholen. Ob Arbeitgeberbewertungen bei kununu oder Rezensionen bei Google – hier können sich Klient:innen, Angehörige und Pflegekräfte ein Bild von Ihnen machen. Daher gilt es, die Bewertungen auf externen Plattformen im Blick zu behalten.

 

Wir empfehlen Ihnen Folgendes:

  • Gehen Sie auf Bewertungen ein. Das bedeutet: Beziehen Sie bei kritischen Bewertungen Stellung und bedanken Sie sich bei positiven Bewertungen.
  • Antworten Sie nicht mit Standardtexten („Danke für deine Bewertung“), sondern nehmen Sie sich die Zeit, eine individuelle und wertschätzende Antwort zu verfassen.
  • Bitten Sie Ihre Mitarbeiterinnen oder Angehörige eine Bewertung zu verfassen. Wichtig dabei: Drängen Sie nicht und geben Sie auch keinen Text vor.
  • Nutzen Sie die Chance und lernen Sie aus dem Feedback in den Bewertungen.
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Tipp: Mit unserer Care Rockets Arbeitgeber-Übersicht ermöglichen wir Pflegekräften, ihren Arbeitgeber anonym zu bewerten. Mittlerweile finden sich hier Bewertungen zu über 14.000 Arbeitgebern in der Pflege. Unser Care Rockets Attraktivitätsindex gibt an, wie beliebt dieser Arbeitgeber bei Pflegekräften ist. Der Algorithmus errechnet die Punktzahl aus neun Faktoren (unter anderem Bewertungen, Beliebtheit der Jobangebote, Verlässlichkeit des Arbeitgebers in Bewerbungsprozessen)

Werbung auf Google (Google Ads) oder in sozialen Netzwerken schalten

Bezahlte Anzeigen auf Google (Google Ads) werden in der Google-Suche an oberster Stelle angezeigt. Kosten für die Anzeigen fallen nur an, wenn jemand auf Ihre Anzeige klickt. Die Kosten hängen stark von der Konkurrenzsituation, d. h. wie viele Pflegedienste an einem Ort Anzeigen schalten, ab. 

 

Optional können Sie auch auf Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram oder TikTok Werbung schalten.

 

Da Werbenetzwerke wie Google oder Meta (Facebook und Instagram) komplex sind, empfiehlt es sich, eine:n Spezialist:in mit ins Boot zu holen, was allerdings die Kosten dieser Werbemaßnahme noch einmal erhöht.

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Weitere

Die hier genannten Beispiele stellen nur eine Auswahl dar. Wenn Sie noch tiefer in die Welt des Onlinemarketings einsteigen wollen, könnten ein eigener Podcast, ein Newsletter, ein Blog oder ein YouTube-Kanal Maßnahmen sein, um sich von Mitbewerbern abzuheben.

 

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Traditionelle Werbemethoden

Während die Mitarbeitergewinnung ausschließlich mit Online-Maßnahmen gelingen kann, sind bei der Gewinnung von Klient:innen ergänzende Offline-Werbemaßnahmen zu empfehlen.

Werbeanzeigen in Printmedien

Vor einigen Jahren waren gedruckte Werbeanzeigen noch das Nonplusultra unter den Werbemaßnahmen. Dies sieht heutzutage anders aus. Kaum jemand durchforstet die Stellenanzeigen in der Tageszeitung. Trotzdem ist klassische Printwerbung nicht tot.

 

Vielmehr gilt es, gezielt auszuwählen und statt großflächiger Anzeigen in Tageszeiten eher auf spezifische und lokale Veröffentlichungen mit kleinen Auflagen auszuweichen, etwa das Gemeindeblatt oder Vereinszeitungen.

 

Mitunter gelingt es Ihnen auch, kostenlose Werbung in Form von redaktionellen Beiträgen zu erhalten – beispielsweise wenn über Ihre Neugründung, Ihr innovatives Pflegekonzept oder Besonderheiten wie E-Bikes für Ihre Mitarbeiter:innen.

Flyer, Broschüren und Co.

Werbematerialien, wie Flyer, Visitenkarten oder Broschüren genießen oft ein hohes Vertrauen. Sie können Sie in Geschäften, Arztpraxen, Seniorenzentren oder Apotheken auslegen oder Interessenten mit an die Hand geben. Diese können sich Zuhause dann in aller Ruhe noch einmal alle Informationen durchlesen. Haben Sie Ihren Pflegedienst neu gegründet, kann es sinnvoll sein, einmalig Flyer in die Briefkästen Ihrer potenziellen Kund:innen zu werfen. Tools wie Canva oder Desygner ermöglichen es auch Anfänger:innen (kostenlos) ansprechende Flyer zu erstellen.

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Außenwerbung

Plakate, Banner oder Buswerbung – mit Außenwerbung an strategisch günstigen Orten kann eine große Reichweite erzielt werden. Der Haken: Außenwerbung ist relativ teuer, zeitlich begrenzt und die Streuverluste hoch. Hier gilt es genau abzuwägen, ob die vergleichsweise hohen Kosten sich lohnen, was in der Regel nicht der Fall ist. Denn neuen Mitarbeiter:innen erreichen Sie eher online.

Kleidung

Pflegekräfte in der ambulanten Pflege sind oft unterwegs. Viele Pflegedienste legen daher Wert großen Wert auf die Kleidung ihrer Mitarbeiter:innen. Einheitliche Jacken, Hosen und T-Shirts mit Ihrem Logo sind der perfekte Werbeträger. Ein einprägsames Design mit hohem Wieder­erkennungswert hilft dabei, ihren Pflegedienst bekannt zu machen. Kleidung hat zudem einen weiteren Vorteil: Während Ihre Anzeige in einer Zeitung morgen schon Altpapier ist, sind Jacken und Co. wesentlich länger in Gebrauch.

Fahrzeuge

Gleiches gilt für Ihre Fahrzeuge. Ihr Logo auf den Autos, die den ganzen Tag durch das Einzugsgebiet künftiger Klient:innen und Mitarbeiter:innen fahren, ist sozusagen schon eine Pflicht.

Sponsoring

Sponsoring bezeichnet eine Art der Partnerschaft zwischen einem Verein oder einer Organisation und einem Unternehmen. In der Praxis sieht es häufig so aus, dass Sie als Unternehmen etwa die A-Jugend Handballmannschaft des örtlichen Sportvereins finanziell unterstützen. Im Gegenzug erscheint Ihr Firmenname auf Trikots oder sie dürfen Werbetafeln rund um das Spielfeld (Bandenwerbung) platzieren. Hierdurch erhöhen Sie die Bekanntheit Ihres Pflegedienstes und tragen zu einem positiven Image bei. 

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Geeignete Sponsoringpartner können Sie oft über Ihre eigenen Mitarbeiter:innen, welche selbst oder aber ihre Kinder in Vereinen aktiv sind. Wichtig bei der Auswahl Ihres Sponsoringpartners ist es, beide Parteien gleiche Werte vertreten, um eine authentische Verbindung einzugehen. 

Verhalten bei Absagen

Nicht immer ist es möglich, bestimmte Klient:innen aufzunehmen oder Bewerber:innen eine positive Antwort zu geben. Hier gilt: Bleiben Sie in beiden Fällen höflich und wertschätzend. Empfehlen Sie den Angehörigen Pflegedienste, die noch Kapazitäten haben könnten oder bieten Sie Kandidat:innen an, in Kontakt zu bleiben. Hiervon profitiert auch Ihr (Arbeitgeber-) Image und sie fördern positive Mund-zu-Mund-Propaganda.

Mund-zu-Mund-Propaganda

Vor allem für die Personalgewinnung spielt Mund-zu-Mund-Propaganda eine wichtige Rolle.  Sind die Arbeitsbedingungen und Ihr Image gut, empfehlen Pflegekräfte Sie – auch ohne eine Vermittlungsprämie – gerne an Freunde und Bekannte weiter. Daher empfiehlt es sich, neben der Mitarbeitergewinnung auch immer die Mitarbeiterbindung im Blick.

Veranstaltungen und Messen

Zeigen Sie Präsenz in Ihrer Region und bauen Sie Ihr Netzwerk aus. Es gibt unzählige Anknüpfungspunkte, um sich in Ihrer Region einen guten Ruf aufzubauen. Dies macht nicht nur potenzielle Klient:innen auf Sie aufmerksam, sondern stärkt zugleich Ihre Employer Brand. Dies können Nachbarschaftsfeste, lokale Gesundheitsmessen sein oder ein Tag der offenen Tür in Ihrem Haus.

 

Eine weitere Möglichkeit, die positiv auf das Image Ihres Pflegedienstes einzahlt und Ihnen schon früh Kontakt zu künftigen Teammitgliedern aufzubauen, sind Kooperationen mit Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten. Schulen können ihre Schüler:innen durch Besichtigungen und vermittelte Praktika an die Arbeitswelt heranführen. Sie als Arbeitgeber in der Pflege haben die Chance, bei den Schüler:innen einen guten Eindruck zu hinterlassen.

 

Auch wenn aus Ihrer Praktikant:in kein zukünftiges Teammitglied wird, können Sie sicher sein, dass wenn er oder sie das Praktikum zufrieden beendet, in seinem oder ihrem Umfeld positiv davon berichten wird.

Tipp: Schon mal was vom Boys’ Day gehört? Ziel des „Jungen-Zukunftstags“ ist es, eine Berufs- und Studienwahl frei von Geschlechterklischees bundesweit zu etablieren. Unternehmen aus eher frauendominierten Branchen laden Jungen ab der 5. Klasse einen Tag lang ein, ihr Berufsfeld kennenzulernen.

Telefonbuch

Es ist unwahrscheinlich, dass potenzielle Klient:innen oder Angehörige im Telefonbuch nach einem Pflegedienst suchen. Vielmehr kennen Sie bereits einen Pflegedienst und suchen nun nach der Telefonnummer. Auf Telefonbuchwerbung können Sie also getrost verzichten. Stellen Sie aber sicher, dass Ihre Telefonnummer hier zu finden ist.

Geschenkartikel

Kugelschreiben, Notizblöcke, Taschen, Tassen oder Feuerzeuge – Werbegeschenke sind als „Werbung zum Anfassen“ nach wie vor beliebt. Werbegeschenke können sich positiv auf Ihr Image auswirken, vorausgesetzt die Produkte haben eine angemessene Qualität. Wir empfehlen Geschenkartikel gezielt (z. B. auf Ausbildungsmessen oder an Ihre Bestandsmitarbeiter) einzusetzen. Insbesondere zur Mitarbeitergewinnung sind zielgerichtete Online-Maßnahmen wirkungsvoller.

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Kontakt zu Arztpraxen, Krankenhäusern und Apotheken pflegen

Zu den wichtigen Offline-Werbemaßnahmen gehört der Kontakt zu Multiplikatoren, welche Empfehlungen geben oder Patient:innen unmittelbar weiterleiten. Hier heißt es netzwerken, die entsprechenden Stellen mit Informationen (z. B. Flyern) über Ihren Pflegedienst auszustatten und sicherstellen, dass der Übernahmeprozess schnell gelingt.

Fazit

Ob zur Klienten- oder zur Mitarbeitergewinnung, Werbung ist elementar, egal für welches Unternehmen. In der ambulanten Pflege sind es in der Regel die Pflegekräfte, die im Hauptfokus von Werbemaßnahmen stehen. Und Pflegekräfte erreichen Sie am besten Online. 

 

Im Online-Bereich gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die Sie auch mit geringem Budget oder sogar kostenlos umsetzen können. Allen voran kostenlose Unternehmensprofile auf Google oder Care Rockets, Google for Jobs oder Profile auf den gängigen Social-Media-Plattformen. Auch eine Webseite ist heutzutage obligatorisch.

 

Bei den traditionellen (offline) Werbemaßnahmen empfiehlt es sich, spezifisch vorzugehen, Kosten und Nutzen abzuwägen und vor allem zu überlegen, welche Zielgruppen hiermit erreicht werden können. Zu Werbung auf der Kleidung Ihrer Mitarbeitenden sowie auf Fahrzeugen raten wir Ihnen allerdings immer.

 

Marketing bedeutet auch immer wieder zu hinterfragen und zu evaluieren, welche Maßnahmen zum Erfolg beitragen. Gerade bei Online-Maßnahmen ist dies sehr gut nachzuvollziehen. Fragen Sie im Zweifel neuen Klient:innen oder Kandidat:innen, wie Sie auf Ihren Pflegedienst aufmerksam geworden sind.

 

Hier geht es zum kostenlosen Unternehmensprofil auf Care Rockets: