Mitarbeitergewinnung in der Pflege

Erfahren Sie in diesem Beitrag, welche Strategie in Zeit des Fachkräftemangels bei der Mitarbeitergewinnung in der Pflege zum Erfolg führen. 

 

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Inhalte dieses Ratgebers

🔵 Welches das richtige Mindset für die Personalgewinnung ist.

🔵 Wie es Ihnen gelingt, Reichweite bei Ihrer Zielgruppe zu generieren.

🔵 Wie Sie Ihren Bewerbungsprozess optimieren können.

🔵 Status quo und Ziele Ihres Recruitings zu ermitteln.

Sie haben es sicher schon am eigenen Leib spüren dürfen: Die Gewinnung von Mitarbeiter:innen in der Pflege wird immer schwieriger. Der Markt an qualifizierten Pflegekräfte ist nahezu leer gefegt. Bei gerade einmal 0,8 % liegt die Arbeitslosenquote für Pflegefachkräfte (Quelle: Statistik Arbeitsagentur).

Wir sprechen von einem Arbeitnehmermarkt. Pflegekräfte können sich ihren Arbeitgeber aussuchen. Es sind nicht mehr die Pflegekräfte, die sich für einen Job ins Zeug legen müssen. Vielmehr sind es Unternehmen, die sich aktiv um Pflegekräfte bemühen müssen.

Wie Sie unter diesen Bedingungen am besten vorgehen und welche Strategien zum Erfolg führen, zeigen wir Ihnen in diesem Beitrag.

 

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Das richtige Mindset für die Personalakquise in der Pflege

Der erste Schritt, um erfolgreich Mitarbeiter:innen zu gewinnen, ist die richtige Einstellung. Denn viele Arbeitgeber haben noch nicht realisiert, dass der Fachkräftemangel in der Pflege drastische Änderungen im Recruiting mit sich bringt. 

 

Sie stecken noch in der guten alten Zeit“ fest, als Buswerbung, eine Stellenanzeige in der Zeitung und auf Stellenportalen wie Monster, Stepstone und Indeed eine komfortable Anzahl an Bewerbern nach sich zog.  Mehr Bewerbungen von Pflegekräften erhalten Sie hierdurch heutzutage nicht mehr. Oder aber sie sind überzeugt davon, dass es falsch wäre, für soziale Berufe zu werben. Wiederum andere sehen die Ausgangssituation bereits als völlig verloren an.

 

Welche Gründe es auch sind: Die Erkenntnis, sich im Recruiting neu aufstellen und von selbst in die Bewerberrolle schlüpfen zu müssen, ist unangenehm. Denn all dies erfordert Know-how und Ressourcen, einhergehend mit der Ungewissheit, die ein Wandel mit sich bringt.

 

Doch es führt kein Weg daran vorbei, diese Herausforderung anzunehmen. Wem dieser Perspektivwechsel gelingt und wer die Bereitschaft zeigt, überholte Prozesse loszulassen, ist bei der Mitarbeitergewinnung in der Pflege schon einen großen Schritt weiter als viele Mitbewerber.

 

Bei unseren Kunden erleben wir immer wieder, dass viele Arbeitgeber noch im alten Mindset feststecken. So kommt es immer wieder vor, dass Arbeitgeber mit ihrem Profil auf Care Rockets viele Interessent:innen finden, diese dann aber erst nach über einer Woche kontaktieren und dann auf wenig Resonanz seitens der Pflegekräfte stoßen, obwohl sie ein attraktiver Arbeitgeber sind. Diejenigen hingegen, die Umdenken und die Initiative ergreifen, sind bei der Gewinnung von Pflegekräften erfolgreich. 

 

Noch mehr Tipps zum richtigen Mindset im Pflegerecruiting erhalten Sie in diesem Video:

Aufgaben, Ziele und Status quo erkennen

Die größten Fehler bei der Mitarbeitergewinnung in der Pflege sind:

 

  1. Prioritäten: Obwohl die Gewinnung neuer Pflegekräfte oberste Priorität hat, werden keine Ressourcen  zeitlich und budgetär   bereitgestellt.

  2. Denkweise: Eine veraltete Denkweise, fehlende Ziele und Wissen über den eigenen Status quo führen dazu, dass Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg zeigen.

Bevor Sie sich also daran machen, neue Wege in der Personalakquise einzuschlagen, empfehlen wir Ihnen, sich darüber im Klaren zu sein, was Ihre Ziele sind und wie Ihr Status quo aussieht.

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Was sind Ihre Ziele?

Auch wenn es zunächst einfach klingt (ihr Ziel ist es schließlich, Mitarbeiter:innen zu gewinnen) gibt es verschiedene Szenarien, die ein anderes Vorgehen mit sich bringen.

Fluktuation entgegenwirken

Scheiden Mitarbeiter:innen aus Ihrem Unternehmen aus, sei es durch Kündigung oder Renteneintritt, ist die Rede von Fluktuation. Ist die Fluktuation hoch, kann dies ein Hinweis dafür sein, dass die Arbeitsbedingungen in Ihrem Unternehmen nicht die besten sind. Statt immer wieder mit Ersatz nachzusteuern, wäre es viel wirkungsvoller Maßnahmen zu ergreifen, die bestehenden Mitarbeiter:innen zu binden.

 

Offene Stellen besetzen

Hiermit ist das normale Grundrauschen gemeint. Sie können nicht vermeiden, dass gelegentlich Pflegekräfte   sei es aufgrund von Schwangerschaften, Elternzeiten, Renteneintritten oder Kündigungen   ausfallen. Auch ohne gesteigerten Bedarf sollten Sie diese Stellen schnellstmöglich besetzt.

Wachstum

Sie möchten wachsen? Dann heißt es Gas geben! Wenn Sie schnell und für mehrere Standorte (Leitungs-) Positionen besetzen möchten, sollten Sie in die Offensive gehen und der Personalakquise eine hohe Bedeutung einräumen.

Perspektivisch

Gehen in Ihrem Unternehmen in Kürze einige Mitarbeiter:innen in den wohlverdienten Ruhestand? Die Situation ist aber bis jetzt nicht brenzlig. Dann ergibt es Sinn, sich bereits frühzeitig um eine Nachfolge zu bemühen. 

Tipp: Sie suchen Pflegekräfte auf dem Land? In unserem Beitrag 7 unschlagbare Tipps für erfolgreiches Pflege-Recruiting auf dem Land finden Tipps speziell für den ländlichen Raum.

Bestandsaufnahme: Wo stehen Sie aktuell?

Um zielgerichtete Maßnahmen zu entwickeln, ist es essenziell zu wissen, wo Sie gerade stehen.

 

Folgenden Fragen helfen Ihnen, den Status quo Ihres Personalmarketings zu bestimmen:

  • Welche Ressourcen (Know-how, personell, Etat) sind vorhanden?
  • Wie sehen Ihre bisherigen Maßnahmen zur Mitarbeitergewinnung aus?
  • Wie erfolgreich sind Ihre bisherigen Maßnahmen?  Welche Kanäle nutzen Sie bereits? Wie viel Geld und Zeit stecken Sie in die jeweiligen Maßnahmen/Kanäle und welchen Erfolg erzielen Sie damit?
  • Können Ihre Mitarbeiter:innen Sie bei der Personalgewinnung unterstützen?
  • Wie ist es mit Ihrer Attraktivität als Arbeitgeber bestellt? (Führen Sie ggf. eine anonyme Befragung Ihrer Mitarbeiter:innen durch)
  • Was sind Ihre Stärken? Was unterscheidet Sie von Ihren Mitbewerbern?

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Viele Unternehmen machen sich nie Gedanken darüber, wofür sie eigentlich stehen. Wie sollten die Mitarbeiter:innen ticken, die sie suchen und was können Sie ihnen bieten. Für junge Mütter können etwa familienfreundliche Arbeitszeiten oder Zuschüsse für die Kita wichtig sein. 

 

Zu wissen, wer Ihre Zielgruppe ist, ermöglicht es Ihnen, sich zu fokussieren. Sie brauchen nicht mehr jeden Benefit hervorheben, der Ihnen in den Sinn kommt. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf jene, die für Ihre Zielgruppe relevant sind.

Tipp: Wir haben 1706 Pflegekräfte gefragt, was sie sich von einem Arbeitgeber wünschen. Zu den Ergebnissen gelangen sie hier.

Wer kümmert sich um das Recruiting?

Im Idealfall übernimmt die Personalgewinnung in der Pflege eine Recruiter:in, welche darauf spezialisiert ist, vielversprechende Kandidat:innen aufzuspüren und Prozesse zu koordinieren. Nicht immer, insbesondere in kleineren Einrichtungen oder der ambulanten Pflege, ist dies möglich.

 

Hier ist es dann oft die Pflegedienstleitung, welche diese Aufgaben übernimmt. Auch wenn diese Aufgabe im ohnehin stressigen Arbeitsalltag on top kommt, so ist bei dieser Varianten von Vorteil, dass die PDL am besten Fragen beantworten und die Vakanzen verkaufen kann.

 

Auch wenn es Ihnen nicht möglich ist, jemanden einzustellen, der ausschließlich im Recruiting tätig ist, so kann der Begriff des Recruitings dabei helfen, ein besseres Verständnis für die Arbeitsweise zu bekommen.

 

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Employer Branding: Präsentieren Sie sich als attraktiver Arbeitgeber

Es gibt immer wieder Einrichtungen, die nicht groß Stellenanzeigen schalten und dennoch zahlreiche Bewerbungen von Pflegekräften erhalten. Ein anschauliches Beispiel hierfür ist das Klinikum Dortmund, welches als Arbeitgeber äußerst beliebt ist. So gewann das Klinikum nicht nur Auszeichnungen für ihre innovative Employer Brand, sondern darf sich auch über einen stetigen Strom an Bewerbungen freuen.

 

Ihr Geheimnis? 

 

Sie haben so einen guten Ruf, dass sie als potenzieller Arbeitgeber für Pflegekräfte – die schon viel Gutes von ihnen gehört haben – attraktiv sind. Dieser gute Ruf ist meist alles andere als ein Zufallsprodukt. Diese Arbeitgeber zeichnen sich durch wirklich gute Arbeitsbedingungen im Bereich der Pflege aus. Und mehr noch: Es gelingt ihnen auch, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. Im Marketingjargon spricht man von Employer Branding.

Was ist Employer Branding?
Employer Branding ist die Positionierung eines Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber. Dabei werden Methoden aus dem Marketing auf die Mitarbeitergewinnung übertragen. Ziel ist es, Mitarbeiter:innen zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden.

 

Kern dieser Strategie ist es, herauszuarbeiten, was Sie als Arbeitgeber – im Vergleich zum Wettbewerb – in den Augen Ihrer Zielgruppe besonders macht. Im nächsten Schritt gilt es dann, dies mit entsprechenden Maßnahmen nach außen zu tragen.

 

Mögliche Maßnahmen sind:

  • Eine informative Karrierewebseite mit Einblicken in den Arbeitsalltag
  • Emotionale Ansprache mit Videos auf sozialen Medien wie Facebook oder Instagram
  • Authentische Interviews mit Mitarbeiter:innen auf Ihrem Unternehmensblog
  • Auf Online-Bewertungsportalen präsent sein und auf Bewertungen antworten
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Tipp: Bei dem kostenlosen Erstellen von Stellenanzeigen auf Care Rockets unterstützen wir Sie dabei, genau die Punkte herauszuarbeiten, die Pflegekräften wichtig sind. Dadurch lernen Sie, sich attraktiver zu präsentieren, um mehr Pflegekräfte zu überzeugen.

Die vorhandenen Mitarbeiter:innen ins Boot holen

Zu einem erfolgreichen Employer Branding ist die Einbindung der bestehenden Mitarbeiter:innen unerlässlich. Denn zufriedene Beschäftigte sind die beste Werbung für ihren Arbeitgeber. Als authentische Botschafter können sie hautnah Einblicke in ihren Arbeitsalltag geben und Fragen zum Betriebsklima beantworten. Nicht selten werden Pflegekräfte durch positive Mundpropaganda auf ihren nächsten Arbeitgeber aufmerksam.

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Dies bedeutet im Umkehrschluss aber auch: Unzufriedene (Ex-) Mitarbeitende tragen womöglich ihre negativen Erfahrungen nach außen und können Ihrem Ruf als Arbeitgeber schaden.

 

Daher gilt: Verlieren Sie trotz der Personalsuche Ihr bestehendes Team nicht aus den Augen. Wer all seine Energie in die Gewinnung neuer Pflegekräfte steckt und diesen auch noch deutlich mehr

Benefits bietet, läuft Gefahr, die vorhandenen Mitarbeiter:innen zu demotivieren oder schlimmstenfalls zur Kündigung zu bewegen. Nachhaltiges Employer Branding kann nur gelingen, wenn das Unternehmen für alle Mitarbeiter:innen attraktiv ist.

Mögliche Maßnahmen zur Einbindung Ihrer vorhanden (zufriedenen) Mitarbeiter:innen:

  • Kommunizieren Sie Ihre Ziele und Ihre Strategie. Geben Sie dem Team Hilfestellung (keine Vorgaben!), wie Sie auf Fragen zum Betriebsklima antworten können.
  • Suchen Sie nach Fürsprechern in den eigenen Reihen, die in sozialen Medien oder auf Ihrer Website authentisches Insiderwissen verbreiten.
  • Bieten Sie Ihren Mitarbeitenden eine Prämie, wenn Sie erfolgreiche neue Kolleg:innen anwerben.
  • Bitten Sie Ihre Angestellten, Ihr Unternehmen auf Plattformen wie dem Google Unternehmensprofil, Facebook oder kununu zu bewerten. Dies macht nicht nur einen guten Eindruck, wenn man nach Ihrem Unternehmen sucht, sondern ist für den Google-Algorithmus ein positives Signal, Ihren Eintrag öfter auszuspielen.
  •  Haben Sie ein kostenloses Unternehmensprofil auf Care Rockets, können Ihre Mitarbeiter:innen Sie auf der Plattform bewerten und Ihre Erfahrung mit anderen Pflegekräften teilen. Wichtig hierbei: Verpflichten Sie weder Ihre Mitarbeiter:innen noch geben Sie ihnen den Inhalt vor. Nur so erhalten Sie wirklich authentische Bewertungen.
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Reichweite: Bei der Zielgruppe präsent sein

Es reicht nicht, ein Top-Arbeitgeber zu sein. Sie müssen auch sichtbar sein, und zwar dort, wo sich Ihre Zielgruppe aufhält. 

Geringe Reichweite traditioneller Kanäle

Ein häufiges Problem beim Recruiting im Gesundheitswesen ist: Bewerber:innen und Arbeitgeber finden nicht zusammen, weil sie auf unterschiedlichen Medien unterwegs sind. So setzen Arbeitgeber in der Pflege häufig noch auf altmodische Werbemittel wie Plakate, Broschüren, Buswerbung oder Printmedien. Pflegende hingegen sind größtenteils auf Social Media unterwegs.

Arbeitgebern fehlt es somit dort an Reichweite, wo Ihre Zielgruppe unterwegs ist.

 

Wenn Sie Online-Karriereseiten wie Stepstone und Co. nutzen, sind Sie schon einen ganzen Schritt weiter. Einen ganz großen Haken gibt es aber. Sie erreichen hier nur die Pflegekräfte, die aktiv auf der Suche sind. In einem Arbeitnehmermarkt, wie die Pflegebranche einer ist, ist dies nur ein Bruchteil der Kandidat:innen. 

Mit Social Media erreichen Sie wechselwillige Kandidat:innen

Um auch Kandidat:innen zu erreichen, die wechselwillig, aber nicht aktiv auf Stellensuche sind (= passive Kandidat:innen), führt kein Weg an Social Media vorbei. Auf TikTok, Instagram, Facebook und Co. können Sie sich viel authentischer zeigen als mit klassischen Stellenanzeigen.

 

Mit ein wenig Kreativität lässt sich auch mit geringem Budget viel erreichen. Ein weiterer Vorteil: Sie können sich mit potenziellen Kandidat:innen direkt verbinden und Kontakt aufnehmen. 

 

Doch Vorsicht: Kommentarlos die Links zu Stellenanzeigen zu posten, wird keine Resonanz hervorrufen. O-Töne von Mitarbeitern oder Posts, mit denen Sie sich öffentlich für das Image der Pflege einsetzen, erregen eher Aufmerksamkeit.

Reichweite-Booster mit bezahlten Anzeigen

Neben organischen Postings (d. h. unbezahlten Beiträgen) können Sie auf den gängigen Social-Media-Plattformen auch bezahlte Anzeigen schalten. Gerade zu Beginn können sie mit solchen Werbeanzeigen schnell eine relevante Reichweite erzeugen. 

 

Scheuen Sie sich nicht davor, hierfür etwas Budget bereitzustellen. Ihr Werbebudget wird auf sozialen Plattformen sehr effizient eingesetzt. So können Sie neben dem Standort etwa auswählen, dass Ihren Anzeigen nur Pflegekräften ausgespielt werden, die bereits in Kontakt zu Ihrem Unternehmen stehen. 

Tipp: Kennen Sie schon unsere beworbenen Stellenanzeigen? Wir senden Ihre Stellenanzeigen automatisch auf die Mobiltelefone an passende Pflegekräfte aus Ihrer Zielgruppe.

Den Bewerbungsprozess optimieren

Ihnen ist es gelungen: Ein potenzieller Bewerber ist über soziale Netzwerke auf Sie aufmerksam geworden und interessiert sich für Ihre Einrichtung. Was kann jetzt noch schiefgehen? Eine ganze Menge!

 

Ein unnötig langer und komplizierter Bewerbungsprozess kann eine noch so geeignete Pflegekraft im Handumdrehen vergraulen. Viele Arbeitgeber machen auch den Fehler, dass sie allerhand von den Bewerber:innen fordern, aber nicht kommunizieren, was sie zu bieten haben.

 

Zu den häufigen Fehlern im Recruitingprozess gehören:

  • lange Reaktionszeiten
  • schlecht formulierte Stellenanzeigen
  • komplizierte Online-Formulare
  • unprofessionelle Vorstellungsgespräche
  • mangelhaftes Onboarding
  • eine große Menge an Forderungen, aber keine Benefits für die Pflegekraft nennen

 

Machen Sie es besser! Ein durchdachter Bewerbungsprozess kann Ihnen beim Wettstreit um qualifizierte Fachkräfte große Vorteile bieten.

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Je konkreter, desto besser

Attraktives Gehalt“, flexible Arbeitszeiten“, Möglichkeiten zur Weiterbildung“ und ein dynamisches Team“ … Gähn! 

 

Solche Formulierungen in Stellenanzeigen begeistern wirklich niemanden, auch keine Pflegekräfte. Zum einen, weil sie solche Floskeln schon hundertfach gelesen haben, zum anderen, weil sie inhaltlich leer sind. Was attraktiv“ ist, liegt schließlich im Auge des Betrachters.

 

Werden Sie spezifisch. Welche Weiterbildung ist gemeint? Wie viele Urlaubstage bieten Sie und wie sieht Ihr Arbeitszeitmodell aus? Werden Sie bei dem, was Sie Pflegekräften bieten können, so konkret wie möglich.

 

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Schnelligkeit zahlt sich aus

Bedenken Sie, dass eine klassische Bewerbung mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen für Bewerber einen hohen Aufwand bedeutet. Stellen Sie sich die Frage, ob Sie all diese Dokumente wirklich benötigen? Und falls ja, ob es nicht ausreicht, wenn sie diese zu einem späteren Zeitpunkt erhalten.

 

Gestalten Sie den ersten Schritt so einfach wie möglich. Viele Pflegekräfte stoßen mobil mit ihrem Smartphone auf Ihre Stellenanzeige. Je geringer die Einstiegshürde, desto besser. Gestalten Sie das Online-Bewerbungsformular so kurz wie möglich.

 

Die Königsdisziplin ist die 1-Klick-Bewerbung. Die Pflegekraft kann mit einem Klick den Lebenslauf als PDF hochladen oder das eigene LinkedIn- oder Xing-Profil verknüpfen.

Schnelligkeit bedeutet aber auch, dass Sie Ihre Bewerber:innen nicht lange warten lassen. Pflegekräfte orientieren sich schnell um, wenn sie keine Antwort auf ihr Interesse oder ihre Bewerbung erhalten oder das Gefühl haben, hingehalten zu werden.

Active Sourcing: Gehen Sie proaktiv auf Ihre Wunschkandidat:innen zu

Warten Sie nicht vergeblich darauf, dass umkämpfte Fachkräfte auf Sie zukommen, sondern drehen Sie den Spieß um. Gehen Sie proaktiv auf Ihre Wunschkandidat:innen zu. Der Fachbegriff lautet Active Sourcing.

 

Was ist Active Sourcing?
Active Sourcing ist eine Methode, bei der Unternehmen gezielt nach vielversprechenden Kandidat:innen suchen und diese auf offene Stellen aufmerksam machen. Die direkte Ansprache erfolgt häufig über Business-Netzwerke, Social Media oder Online-Plattformen. 

 

Active Sourcing ist ein mächtiges Instrument bei der Mitarbeitergewinnung in der Pflege. Denn viele Kandidat:innen lassen sich lieber finden, als aktiv umzuschauen. Zudem stellt der 1:1 Kontakt bereits eine persönliche Ebene her. Nur weil sie nicht suchen, heißt es aber nicht, dass sie nicht offen für einen neuen Job sind.

Active Sourcing auf Social Media 

Entscheidend für den Social Recruiting-Erfolg ist allerdings, dass es richtig gemacht wird. Planlose Pflegekräfte mit einer Standard-Nachricht auf LinkedIn oder Facebook anzuschreiben, funktioniert in der Regel nicht. Im Gegenteil: solche Nachrichten nerven. Schenken Sie dem Profil Beachtung und beziehen Sie sich in Ihrer Ansprache hierauf. Halten Sie sich kurz und heben Sie die Mehrwerte für die Pflegekraft hervor. Die Chancen, Pflegepersonal zu finden, sind so ungleich höher.

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Active Sourcing mit Care Rockets

Nutzen Sie Direktnachrichten auf Care Rockets, sind die Erfolgschancen noch einmal deutlich höher. Denn alle Pflegekräfte, die sich auf Care Rockets registriert haben, sind nicht nur bereit für einen Wechsel, sondern warten darauf, von attraktiven Arbeitgebern kontaktiert zu werden. Zusätzlich können Sie die Erfolgsstatistiken Ihrer Nachrichten analysieren und durch messbare Tests Ihre Erfolgschancen stetig optimieren.

 

Bereits mit einem kostenlosen Unternehmensprofil können Sie bis zu fünf Direktnachrichten pro Monat verschicken. 

Bonusstrategie: Abseits des üblichen Umfelds rekrutieren

Schauen Sie bei der Mitarbeitergewinnung doch auch mal außerhalb Ihres bisherigen Blickfeldes.

Warum nicht auch Quereinsteiger und -einsteigerinnen willkommen heißen, die sich beruflich noch einmal umorientieren möchten? Viele Arbeitnehmer suchen nach Jahren im Berufsleben nach einer sinnstiftenden und sozialen Tätigkeit, und Organisationen wie die Johanniter spezialisieren sich sogar auf die Unterstützung von Quereinsteigern bei der Beantragung von Förderungen.

 

Eine weitere Möglichkeit bieten ausländische Pflegekräfte. Auch wenn dies mit einigen Herausforderungen einhergeht – wie die Integration ins Team, Sprachbarrieren oder ein unterschiedliches Pflegeverständnis –lohnt es sich, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

 

Für Staatsangehörige der EU-Mitgliedsstaaten besteht Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU, was bedeutet, dass Aufenthaltstitel und Arbeitserlaubnisse grundsätzlich nicht erforderlich sind. Seit 2020 erleichtert das Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG) auch Fachkräften aus Drittländern die Einwanderung nach Deutschland. Viele Pflegekräfte aus dem EU-Ausland, insbesondere aus Südamerika, verfügen über eine ausgezeichnete akademische Ausbildung.

 

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Fazit: Mit der richtigen Strategie gelingt die Mitarbeitergewinnung in der Pflege

Der Arbeitsmarkt in der Pflege ist ein Arbeitnehmermarkt. Pflegekräfte können sich unter einer Vielzahl an Angeboten ihren Job aussuchen. Für Arbeitgeber bedeutet dies im Umkehrschluss: Sie müssen sich aktiv um Pflegekräfte bemühen, um ihren Personalbedarf zu decken.

 

Dies zu erkennen und zu verinnerlichen, ist der erste Schritt. Anschließend geht es darum, sich der eigenen Ziele klar zu werden. Analysieren Sie, wo Sie eigentlich stehen und wen Sie erreichen möchten. Was macht Sie als Arbeitgeber attraktiv und wie können Sie Ihre Wunschkandidat:innen am besten erreichen? Gestalten Sie den Bewerbungsprozess so einfach und so persönlich wie möglich.

Bei der Gewinnung von neuen Mitarbeitern geht kein Weg daran vorbei, ihre Bestandsmitarbeiter:innen ins Boot zu holen. Denn nur zufriedene Mitarbeiter:innen tragen dazu bei, Ihr Image als Arbeitgeber authentisch nach außen zu tragen.

 

Eine besonders Erfolg versprechende Strategie besteht darin, Wunschkandidat:innen direkt anzusprechen (Active Sourcing). Auf Care Rockets finden Sie über 30.000 registrierte Pflegekräfte (Stand: September 2023), die für einen Wechsel offen sind. Worauf warten Sie noch?

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